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Charts KW 16: Joel Brandenstein triumphiert

Der zuvor schon mit seinen YouTube-Videos höchst erfolgreiche Joel Brandenstein katapultiert sich mit seinem Debütalbum „Emotionen“ direkt an die Spitze der deutschen Longplaycharts. Bei den Singles liegt Ed Sheeran mit „Shape Of You“ nun schon 13 Wochen auf eins – was zuletzt Lady GaGa anno 2009 gelang.

Joel Brandenstein, dessen Videos auf YouTube bereits über 120 Millionen Klicks generierten, mischt nun auch die deutschen Longplaycharts auf: Der aus Ratingen bei Düsseldorf stammende Sänger und Songschreiber schnellt mit seinem Debütalbum „Emotionen“, das Starwatch Entertainment im Vertrieb von Sony Music veröffentlichte, direkt auf Platz eins der Top 100 Longplay. Dafür hat ihm Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment, bereits den Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts überreicht. Bei der Übergabe im Hotel Grand Hyatt in Berlin waren auch Robert Ivankovic (Takeover MGMT) und Sam Bittner (Head of A&R von Starwatch Entertainment) anwesend.

Ed Sheeran verbessert sich mit „÷ (Divide)“ von drei auf zwei. Für den Spitzenreiter der vergangenen Woche, „We Got Love“ von der Kelly Family, bleibt somit Rang drei übrig. Hinter Depeche Mode, die mit „Spirit“ auf der vierten Position verharren, erobern Jamiroquai mit „Automaton“, ihrem ersten neuen Album seit sieben Jahren, auf Anhieb Rang fünf.

Bob Dylan, der sich gerade mit Verspätung seinen Literaturnobelpreis in Stockholm abholte, bringt sein Dreifach-Album „Triplicate“ als dritthöchsten Neueinstieg der Woche auf Rang sieben. Ebenfalls sofort in den Top 10 landen der Rapper Kurdo und dessen „Vision“ auf Platz acht sowie der Konzertmitschnitt „As The Stages Burn!“ der Metalcombo Arch Enemy vom Wacken Open Air 2016 auf neun.

Nächster neu gelisteter Titel ist an elfter Stelle „Emperor Of Sand“, das neue Album der Metalband Mastodon aus Atlanta, Georgia. Body Count, die Band um Star-Rapper Ice-T, entert mit „Bloodlust“ das Feld auf der 13. Der Hamburger Rapper Disarstar gelangt mittels der Rechnung „Minus x Minus = Plus“ als nächster Neueinsteiger auf Position 16. Die Berliner Band Toxpack rockt sich per „Schall und Rausch“ von null auf 20. Einen Rang dahinter debütiert mit HipHop-Hoffnungsträger Luciano und dessen Album „Banditorinho“ ebenfalls ein Act aus der deutschen Hauptstadt.

Auf Rang 27 frisch notiert ist die Neuauflage von Fleetwood Macs 1987er Album „Tango In The Night“. Goldfrapp platzieren ihren neuen Studio-Longplayer „Silver Eye“ nach der ersten Verkaufswoche auf Rang 31.

In den Top 100 Singles liegt Ed Sheerans „Shape Of You“ mittlerweile in der 13. Woche vorn – so lange wie zuletzt Lady Gaga anno 2009 mit „Poker Face“. Burak Yeter und Danelle Sandoval behaupten sich mit „Tuesday“ an zweiter Position. Je einen Platz rauf rücken Jax Jones und Raye mit „You Don’t Know Me“ (von vier auf drei) und The Chainsmokers & Coldplay und ihr „Something Just Like This“ (von fünf auf vier). Dies geschieht zu Lasten von Kygo & Selena Gomez, deren gemeinsamer Hit „It Ain’t Me“ von drei auf fünf abrutscht.

Leicht zulegen innerhalb der Top 10 können hingegen noch die Titel „Swalla“ von Jason Derulo mit Unterstützung von Nicki Minaj und Ty Dolla $ign (von sieben auf sechs) sowie „Despacito“, die Aufnahme von Luis Fonsi gemeinsam mit Daddy Yankee (von zehn auf acht).

Bestplatzierter Neueinstieg ist hier auf Rang 30 der HipHop-Track „Für die Gang“ von Ufo361 feat. Gzuz.

Die „Bravo Hits 96“ halten ihre Führungsposition in den Top 30 der Compilations. Von null auf zwei schnellt hier „Kontor – Top Of The Clubs Vol. 74“ und verdrängt „The Dome Vol. 81“ auf den dritten Rang.

Die Zusammenstellung „Future Trance – Best Of 20 Years“ bringt es als zweithöchster Neuzugang der Woche auf Listenplatz fünf. „Die Schlagernacht des Jahres 2017 – Die Erste“, die begleitende Kopplung zur „Schlagernacht“-Tournee, gelangt als Wiedereinsteiger auf Platz acht. Und neu dabei auf Platz zehn ist „The Brain Box: Cerebral Sounds Of Brain Records 1972 – 1979“, eine acht CDs umfassende Labelwerkschau mit Beiträgen von Bands wie den Scorpions, Cluster, Novalis, Guru Guru, Anyone’s Daughter, Birth Control, Embryo, Jane oder Popol Vuh.

Die finale Auswertung der Offiziellen Deutschen Charts für die 17. Woche erscheint aufgrund der Osterfeiertage statt kommenden Freitag erst am Dienstag, dem 18. April 2017.