“Wenn wir heute auf diese Bühne schauen, sehen wir, was Berlin ausmacht“, ließ Olaf „Gemse“ Kretschmar zur Verleihung der Listen To Berlin: Awards 2026 wissen: „Musikalischen Eigensinn, Mut und Menschen, die Räume für andere öffnen“, zählte der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der Berlin Music Commission auf und ergänzte: „Darauf können wir stolz sein.“ Indes dürfe man all nicht für selbstverständlich halten: „Unsere Aufgabe ist es, Zukunft möglich zu machen: Freiräume sichern, neue Technologien mitgestalten und vor allem mit der nächsten Generation auf Augenhöhe zusammenarbeiten.“ Die Awards, so führte er noch aus, würden den Auftakt zum Berliner Branchentreff bilden: „In den kommenden Tagen wollen wir bei Most Wanted: Music und Listen To Berlin: Youth neue Verbindungen schaffen, aus denen konkrete Zusammenarbeit entsteht.“
Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete im Laufe des Abends die Verleihung des Rolf Budde Awards für Haltung in der Musikwirtschaft: Denn in diesem Jahr wurden erstmals gleich alle drei Nominierten auch tatsächlich ausgezeichnet. Und so gingen die Trophäen für Haltung an das Schöneberger Jugendkulturzentrum Die Weiße Rose, an die Künstlerinnen Mariybu & Ebow sowie an die Betreiber:innen des SO36.
Sie alle würden „auf unterschiedliche Weise für kulturelle Teilhabe, künstlerische Haltung und gesellschaftliches Engagement“, stehen, hieß es bei der BMC: „Die gemeinsame Ehrung setzte ein deutliches Zeichen für die Bedeutung einer vielfältigen, unabhängigen Musikkultur in Berlin.“
„Die Listen To Berlin: Awards sind der Beweis, wie lebendig, mutig und auch widerständig die Berliner Musikszene ist“, betonte passend dazu Cerstin Richter-Kotowski als Staatssekretärin für Kultur: „Sie ehren etablierte und junge Berliner Künstlerinnen und Künstler – und zeichnen ebenso diejenigen aus, die in unserer Stadt hinter der Bühne Verantwortung und Haltung übernehmen.“ Musik sei nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch bedeutsam, ergänzte die CDU-Politikerin: „Berlin bleibt Anziehungspunkt für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt – und für Besucherinnen und Besucher, die diese Szene erleben wollen. Berlin ist ein globaler Resonanzraum für Populäre Musik, Clubkultur und musikalische Experimente. Unser Ziel ist klar: diese internationale Sichtbarkeit zu halten und weiter zu stärken.“
Die weiteren Auszeichnungen bei den Listen To Berlin: Awards gingen derweil in der Artist-Kategorie an DammyDaas, den Youth Award erhielt Paoline Magnus, Loft Concerts erhielt den Preis für zukunftsorientiertes Wirtschaften und Aida Baghernejad die Trophäe für Musikjournalismus und Podcasts. Beim Publikums-Voting für den Besten Song eines Berliner Acts setzte sich „Menge Problems“ von Kilian437 & Eddy-T feat. MC Windhund durch.

Den Ehrenpreis der BMC erhielten schließlich Tangerine Dream. Die Laudatio auf die Berliner Formation, die zu den Wegbereitern elektronischer Musik zählt, hielt der BMC-Aufsichtsratsvorsitzende Sören Birke, während Mark Reeder, Gudrun Gut, Rosa Anschütz und Schiller in Videobotschaften die Bedeutung von Tangerine Dream für die Berliner ebenso wie für die internationale Musikgeschichte würdigten.
Live auf der Bühne des Kesselhauses standen Jazzanova, die beiden aktuell ausgezeichneten Artists Paoline Magnus und DammyDaas sowie DeadHeadz. Moderiert wurde der Abend von Diona Bathily und Danilo Timm.






